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Die seltsamen Gebräuche auf hoher See

  

Seefahrer sind abergläubische Menschen. Einige der Gebräuche, die heute an Bord als selbstverständlich angesehen werden, gehen auf Aberglauben zurück. Wissen Sie zum Beispiel, warum ein Seemann sterben soll, weil Sie Ihre Zigarette mit einer Kerze statt mit einem Streichholz anzünden?

Die seltsamen Gebräuche auf hoher See
Zigarette mit einer Kerze anzünden? Bloss nicht!

Jedes Mal, wenn sich jemand eine Zigarette mit einer Kerze anzündet, stirbt ein Seemann. Daran glaubten die Seefahrer jahrhundertelang, einige wahrscheinlich bis heute. Wie so oft hat dieser Aberglaube eine Geschichte. Und zwar eine ziemlich traurige. Viele Seefahrer, die von keinem Kapitän angeheuert wurden und deshalb keine Heuer verdienten, verkauften Streichhölzer, um zu überleben. Wenn nun aber jemand seine Zigarette mit einer Kerze statt einem Streichholz anzündet, bringt er den armen Seemann um seinen kargen Verdienst – und bringt ihn damit um, überspitzt formuliert.

Davy Jones und der «Fliegende Holländer»

Seefahrer fürchten den Freitag noch mehr als andere abergläubische Menschen. Deshalb liefen früher niemals Schiffe an Freitagen aus. Am besten war Sonntag. Vor jeder Fahrt warfen – und werfen – viele Seeleute eine Münze ins Wasser. So grüssen sie Davy Jones, den Kapitän des sagenumwobenen «Fliegenden Holländers», und wollen ihn gnädig stimmen. Davy Jones, der in «Fluch der Karibik» eine wichtige Rolle spielt, galt als Teufel der Meere. Er soll versucht haben, das Kap der Guten Hoffnung in einem aufkommenden Sturm zu umsegeln. Als der Sturm immer stärker wurde, fluchte Davy Jones, er werde das Kap meistern, selbst wenn es bis zum Jüngsten Tag dauern sollte. Als Strafe für seine gotteslästerlichen Worte segelt Davy seither, je nach Quelle, ohne Besatzung oder mit einer Mannschaft aus lebenden Toten um die Welt.

Katzen bringen Glück, Frauen nur Unglück

Das sind zwei Beispiele für Gebräuche, die sich mit dem seemännischen Aberglauben erklären lassen und bis heute beachtet werden. So pfeifen Seeleute niemals an Bord, weil das einen Sturm heraufbeschwören soll. Oder sie kratzen in einer Flaute am Stag, weil das für Wind sorgen soll. Oder sie haben eine Katze an Bord, weil das Glück bringen soll. Doch nicht alle Gebräuche haben bis heute überlebt. So waren früher Frauen an Bord verpönt, weil sie Seenot und Unglück brachten. Davon liessen sich Anne Bonny und Mary Read, die sich wie Piraten kleideten, genauso wenig abhalten wie die Frauen von heute, die auf den Aberglauben pfeifen und unbekümmert an Bord gehen.

Der vergessene Held

Der vergessene Held

Der britische Abenteurer und mehrfache Weltumsegler David Cowper (74) ist nach dem Umstieg auf Motorkraft weiter auf Rekordkursen unterwegs. Er hat mit seinem Sohn Fred auf der «Polar Bound» den schwierigsten Abschnitt der Nordwest-Passage bezwungen. Sie passierten mit dem 48 Fuss langen, speziell für die Eisfahrt verstärkten Aluminium-Konstruktion die Fury-und-Hecla-Strasse, eine 160 Kilometer lange und 35 Kilometer breite Meerenge, die erst 1822 entdeckt worden war.

Segeln im Film

Segeln im Film

Ist die Wetterlage eher ungemütlich, das Boot winterfest verpackt, und die heimische Popcornproduktion läuft auf Hochtouren…dann ist Film-Zeit in unseren Gefilden.

Kinder an Bord, alle in einem Boot

Kinder an Bord, alle in einem Boot

Sie wollen, sie wollen nicht oder vielleicht doch, aber nur ein bisschen? Das Thema beschäftigt Eltern, seitdem Wassersport nicht mehr nur eine Freizeitbeschäftigung fürs betuchte Adelsgeschlecht ist: Nehmen wir unseren Nachwuchs mit aufs Boot und verbringen unsere Ferien oder Wochenenden gemeinsam auf dem Wasser? Oder ist das weder für Eltern noch für die Kinder zumutbar?

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