Testbericht

Bavaria B/one

marina.ch Ausgabe 53 / Juli / August 2012

Bavaria B/one

Mit der Ankündigung eines One-Design-Sportboots von 7 m Länge hat Bavaria Anfang Jahr in der Szene für Wirbel gesorgt. Bei einem ersten Test auf dem Bodensee wusste die von Farr Yacht Design konzipierte «B/one» durchaus zu gefallen.

Das Thermometer zeigt 25 Grad, der Windmesser 4, in Böen teils sogar 5 Beaufort – «Kaiserwetter» pflegen die Bayern zu sagen. Perfekte Bedingungen also, um Bavarias jüngsten Coup bei der Weltpremiere auf dem Bodensee vor Langenargen zu testen. Gleich neben der Regattabahn des Match Race ­Germany, bei dem die Weltelite der MatchRace-Segler um Sieg und Preisgeld kämpft, rauschen wir mit satten 13 Knoten Speed an den Cracks vorbei! Am ausgefahrenen Bugspriet macht der Gennaker mächtig Dampf und die Crew frohlockt. Auch auf der nachfolgenden Kreuz zeigt das Speedometer noch beachtliche 8 Knoten. Mit einer Rollfock von 11 m2 und einem im Topp stark ausgestellten Grosssegel von 21 m2 verfügt das Boot über viel Power. Wichtige Faktoren bezüglich der Geschwindigkeit sind zudem das geringe ­Gewicht von nur einer Tonne sowie der schlank aber effektiv gehaltene T-Hubkiel und das am Spiegel angehängte Ruderblatt. Der Heckabriss der Strömung ohne sichtbare Verwirbelungen passt zum stimmigen Konzept der B/one. Die schnittige Yacht springt schnell an, beschleunigt zügig und kommt rassig ins Gleiten.

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