Segelboote

Kielboot/Kielyacht

Boote und Yachten mit "Stehaufmännchen"-Effekt

Unter Kielyachten und/oder Kielbooten versteht man im seemännischen Sprachgebrauch ein Segelboot oder eine Segelyacht, an dessen Rumpfunterseite ein Ballastkiel angebracht ist. Dieser Kiel dient zur Gewichtsstabilität, wenn aufgrund der gesetzten Segelfläche je nach Windstärke und Windeinfallswinkel die Yacht oder das Boot krängt.

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  • Jahrgänge von 1969 bis 2008

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Kielboot

Kielboot

Kielboote oder Kielyachten – die Definition.

Unter Kielyachten und/oder Kielbooten versteht man im seemännischen Sprachgebrauch ein Segelboot oder eine Segelyacht, an dessen Rumpfunterseite ein Ballastkiel angebracht ist. Dieser Kiel dient zur Gewichtsstabilität, wenn aufgrund der gesetzten Segelfläche je nach Windstärke und Windeinfallwinkel die Yacht oder das Boot krängt (schräg liegt). Der Kiel erzeugt dann in Luv ein hydrodynamisches Gegengewicht, das ein Kentern der Yacht oder des Bootes verhindern soll. Zudem reduziert ein Kiel – je nach Kielform mehr oder weniger erfolgreich – die Abdrift der Segelyacht am Wind.

Die Vorteile eines Kiels?

Die meisten Kiele sind so konzipiert, dass sie sich bei einer einfachen Kenterung – Segel und Mast auf Wasseroberfläche – ohne Fremdeinwirkung wiederaufrichten (Stehaufmännchen-Effekt).
In schwerem Wetter auf See und bei hohem Seegang können Kielyachten dennoch durchkentern (Boot 180 Grad gedreht, Mast unter Wasser, Kiel zeigt über der Wasseroberfläche nach oben). Ob und nach welcher Zeit der Wiederaufricht-Effekt bzw. das wiederaufrichtende Moment eintritt, ist von der Höhe der heranrollenden Wellen und von der Kielkonstruktion abhängig. So werden etwa bei modernen Hochseeyachten wie den IMOCA, die u.a. einhand und nonstop um die Welt gesegelt werden, Kentertests durchgeführt. Dabei werden die Yachten mit Hilfe eines Krans zum Kentern gebracht, um zu überprüfen, ob sie sich ohne Fremdeinwirkung wiederaufrichten.
Durchkentern auf Hoher See verursacht bei Yachten meist schwere Schäden wie Mastbruch oder Segelriss, kann Personen unter Deck schwer verletzen oder die nicht angeleinte Deckswache über Bord katapultieren.

Derzeit im Boots- und Yachtbau angewandte Kielformen:

  • Langkiel: Zieht sich horizontal nahezu über die gesamte Länge des Unterwasserschiffs und wird hydrodynamisch geformt vertikal immer schmaler. Meist nur noch an klassischen Yachten und Replika zu finden.

  • Kurzkiel: Der Begriff «Kurz» bezieht sich auf die horizontale Länge des Kiels am Rumpf im Verhältnis zur Schiffslänge. Diese Variante wird bei den meisten Segelbooten und Segelyachten im modernen Bootsbau genutzt. Paradoxerweise sind die Kielflossen an Kurzkielen überproportional lang. Womit sich der Tiefgang bei Kurzkielern im Vergleich zu Langkielern meist deutlich erhöht.

  • Kielschwerter: Aus einer relativ kurzen Kielflosse kann ein Schwert ein- und ausgefahren werden.

  • Kimmkiel: Zwei Kurzkiele mit kurzen Kielflossen, die seitlich am Bootsrumpf angebracht sind. Wird häufig in Tidengewässern verwendet, da die Yacht problemlos auf den Kimmkielen trockenfallen kann und dabei in einer waagrechten Position bleibt.

  • Hubkiel: Durch spezielle Vorrichtungen in der Yacht, kann die Kielflosse in Schiffsinnere gehoben werden. Eignet sich vor allem für Yachten, die häufig transportiert werden.

  • Schwenkkiel: Die Kielflosse kann unter den Bootsrumpf gekippt/geklappt werden.

  • Pendelkiel: Eine meist überproportional lange Kielflosse mit Kielbombe wird durch ein aufwändiges Zugsystem seitlich angehoben. So kann die Krängung des Bootes reduziert werden, es segelt aufrechter. Pendelkiele werden nahezu ausschließlich in Hochsee-Regattayachten verbaut. Ihr aufrichtendes Moment wird vor allem bei Shorthanded-Crews (höchstens zwei Personen an Bord) geschätzt. Ist der Pendelkiel einmal nach Luv geschwenkt, muss der so entstandenen, verstärkten Abdrift mit zusätzlichen Schwertern entgegengewirkt werden.

Eine ausführliche Definition der Kielarten, die auf boot24.ch verwendet werden, finden Sie in unserem Magazin: Kielarten

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Was eine Kielyacht ausmacht:

  • wiederaufrichtendes Moment (Wind greift auf Segelfläche, Boot krängt, Kiel bietet "Gegengewicht").
  • reduziert Abdrift am Wind auf ein Minimum.
  • Deutlich seltener bis nie kenteranfällig.
  • Falls doch gekentert – meist selbstaufrichtend.
  • Verschiedene Kielarten respektive Kielformen auf dem Markt – siehe oben.
  • Bis auf wenige Ausnahmen sind Kielyachten mit Kajüte versehen.
  • Kielyachten sind in allen Größenklassen erhältlich.

Sie sollten nach einer Kielyacht bei boot24.ch suchen, wenn Sie

  • sicher auf größeren Binnenseen, entlang der Küsten oder sogar auf Hoher See segeln wollen;
  • eine Yacht mit Kajüte suchen (Ausnahme Jollenkreuzer)
  • hauptsächlich als Fahrtensegler aktiv sein wollen;
  • von der Jolle auf ein größeres, komfortableres Boot umsteigen wollen;
  • auf ihrer Yacht oder ihrem Boot überachten wollen;
  • sicher mit der Familie Segelspaß erleben wollen.