Testbericht

Dufour 375

marina.ch Ausgabe 34 / September 2010

Dufour 375

Die «Dufour 375 Grand’Large» ist kompromisslos als Tourer ausgelegt. Die Französin soll mehr bieten als die Produkte der Grossserien-Konkurrenz. Was zu überprüfen war…

Dufour befindet sich auf der Erfolgsspur. Die 405 aus dem Tourenprogramm Grand’Large wurde in nur eineinhalb Produktionsjahren 250 Mal gebaut und konnte dazu den begehrten Titel als Europas Yacht des Jahres 2010 gewinnen. Damit hat sich diese Yacht als ernsthafte Konkurrenz für die vergleichbaren Modelle von Bénéteau, Jeanneau, Hanseyachts und Bavaria etabliert sowie hausintern zusätzliche Begehrlichkeiten geweckt. Die Dufour 375 Grand’Large, die den Verkaufsschlager 365 ablösen wird, soll es nun der grösseren Schwester möglichst gleichtun. Die Erwartungen sind also hoch. Optisch kaum von der 405 zu unterscheiden und auf den ersten Blick lediglich um einen Meter gekürzt, steht die neue 375 aus der Werft nahe La Rochelle dem Vorbild noch näher als zunächst erwartet. Daran ist erst einmal nichts Schlechtes. Allerdings: Einfach nur auf Bewährtes bauen und sich auf den Lorbeeren ausruhen, war dem Management dann doch zu billig. Gutes noch besser machen, lautete das Motto für die Neue. Die Konstruktion von Umberto Felci brauchte im Wesentlichen nur mit den neuen Dimensionen überarbeitet zu werden. Auch für den Bereich unter Deck brauchte Dufour bei der 375 das Rad nicht nochmals zu erfinden. Wahlweise zwei oder drei Kabinen mit einer Nasszelle: Das ist mehr oder weniger Standard in der Klasse der Tourer um elf Meter Länge und aufgrund der Schiffsgrösse anders auch fast nicht machbar. Die lange Küchenzeile ist zwar speziell und in diesem Segment eher unüblich, die Anordnung aber ebenfalls nicht unbekannt.

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