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Reinke 16M – als Werftbau!
Ein schwimmender Alu-Koloss für die Weltmeere

17,60 Meter Aluminium, Loft-artiger Decksalon – und oben drauf ein Hardtop als Kraftwerk: Gregors „SAMBU“ ist kein Schönwetterspielzeug, sondern ein konsequent bewohnter Langfahrer. Die BootsProfis schauen sich an, wie viel Autarkie und Redundanz in der Reinke 16M steckt, wo das Schiff beim Handling noch Potenzial hat – und warum Gregor ausgerechnet jetzt loslässt.
veröffentlicht am 04.12.2025
Das erwartet Sie in diesem Artikel
- Reinke 16M „SAMBU“ in Werftqualität: Benjamins-Rumpf/Profifertigung, solider Ausbau, sichtbar weiterentwickelt durch Eigner Gregor.
- Autarkie-Paket an Deck: Hardtop mit rund 1,3 kWp Solar plus Starlink für Konnektivität auch vor Anker.
- Decksalon als Schaltzentrale: heller Arbeitsplatz mit Rundumblick – gemacht fürs Leben an Bord, nicht fürs Wochenend-Getaway.
- Technik & Redundanz: zwei Antriebsmaschinen und reichlich Hydraulik (u. a. Bugstrahlruder/Generator-Konzept) – stark fürs Manövrieren und für Langfahrt.
- Ehrlicher Praxischeck der BootsProfis: Seegängigkeit und Stärken – aber auch typische Baustellen wie Segelalter und Handling-Optimierungen (Lazybag, Reffleinenführung).
Reinkes Ruf ist zweigeteilt: Da sind die sorgfältig gebauten Boote (man dürfte auch schon Schiffe sagen), sei es von Werften oder echten Könnern unter den Freizeit-Bootsbauern – und da sind die Projekte, die jahrelang „im Garten“ entstanden sind und dem Namen Reinke nicht immer gutgetan haben. Bei „SAMBU“ ist die Ausgangslage klar: Rumpf und Aufbauten stammen aus professioneller Fertigung (Benjamins-Werft), der Ausbau wurde solide umgesetzt – und Gregor hat in den vergangenen Jahren sichtbar nachgelegt.
Autarkie-Upgrade: Hardtop, Solar und Starlink
Den BootsProfis fällt oben an Deck fällt sofort das Hardtop auf; auch als Bühne für richtig viel Solarfläche: rund 1,3 kWp Solar. Dazu kommt moderne Konnektivität per Starlink, die Gregor vor Anker gern im „Horizontalmodus“ nutzt. Kurz: Das Set-up ist klar auf autarkes Leben ausgelegt, nicht auf Wochenende in der Marina.
Arbeitsplatz mit Rundumblick
Der Decksalon ist hier nicht nur „nice to have“, sondern essenziell. Noch-Eigner Gregor hat sich am Salontisch einen Arbeitsplatz eingerichtet: hell, Überblick nach draussen, die wichtigen Systeme vor der Nase. Genau dieser Punkt erklärt auch, warum viele Langfahrer Decksalon-Konzepte so schätzen: Man hat alles buchstäblich im Blick – und sitzt nicht „im Keller“.
Zwei Motoren und reichlich Hydraulik
Unter dem erhöhten Decksalon steckt Substanz: zwei Antriebsmaschinen plus ein Technikpaket mit Hydraulik (Bugstrahlruder/Generator-Konzept). Power, die in problematischen Situationen (z.B. Manöver im Hafen oder Fahrten gegen Strom und steile Welle) und sowieso auf Langfahrt geschätzt wird.
Unter Segeln: viel Schiff, aber ehrlich
Reinkes sind nicht berühmt für „kapriziöse“ Performance, eher für Durchhaltevermögen und Substanz. Bei dieser 16M hilft die lange Wasserlinie: Wenn Druck in der Luft ist, läuft das schwere Gerät und zeigt sich rundum seegängig. Die BootsProfis finden aber auch Baustellen: Segelalter, Handling-Optimierung (Lazybag, Reffleinenführung etc.) – also typische Themen, wenn aus einem Wohnschiff wieder ein aktives Fahrtenschiff werden soll.
Warum der Verkauf? Ein neues Leben an Land (und auf dem Wasser).
Der eigentliche Kern des Verkaufs ist aber nicht Technik, sondern Biografie: Gregor beschreibt die Jahre auf „SAMBU“ als eine der besten Zeiten seines Lebens – und trotzdem verschieben sich Prioritäten. Partnerschaft, Familie, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Ein Verkauf „mit weinendem und lachendem Auge“ – nicht aus Frust, sondern aus Entwicklung.
Infos für Interessenten
Aufgerufen waren 179.000 € für einen zügigen Verkauf. Und diese Reinke stand nur kurze Zeit auf Boot24, bis sie neue Eigner gefunden hatte. Merke: Es finden sich immer Liebhaber, auch wenn die Boote noch so "exotisch" erscheinen mögen. Erst recht, wenn auf Boat24.com inseriert wird.
