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Das passende Boot zum Auto

Autor: Michael Kunst

Bugatti geht aufs Wasser – Wer gerade zufällig einen Bugatti Chiron erworben hat, das mit 1500 PS stärkste Serienauto der Welt, und trotz der 2,85 Millionen Euro Erleichterung noch keine Ebbe in der Kasse verspürt, der könnte auf den Gedanken kommen, vielleicht ein farblich passendes Boot für den Wagen zu benötigen.

Das passende Boot zum Auto
Das passende Schiff zum Auto© Palmer Johnson für Bugatti

Das mag eigentlich eine eher überschaubare Zielgruppe sein, aber immerhin sind von den 500 Chrion Bugattis mehr als die Hälfte verkauft, bevor die ersten Kunden überhaupt ans Steuer durften. Da könnte es auch mehr Menschen geben als man denkt, die sich für das schicke Motorboot zum Auto interessieren. schicke hat sich die Luxusmarke aus dem französischen Moslheim ausgeguckt um in Zusammenarbeit mit der Werft Palmer Johnson aus Monaco ein zu entwerfen.

Das 20 Meter Schiffchen hat im V8 Motor zwar nur 500 Pferdestärken weniger als das vierrädrige Pendant anzubieten und dem 420 km/h Topspeed nicht mehr als 44 Knoten entgegenzusetzen, aber dafür ist es eben ein Schiff mit jeder Menge eingebautem Style.

Blauer 1000 PS Racer Blauer 1000 PS Racer © Palmer Johnson für Bugatti

Das Projekt Niniette 66 - benannt nach dem Kosenamen von Ettore Bugattis Tochter Lidia - hat die legendäre Vierrad-Manufaktur dazu gebracht, zum ersten Mal seit 80 Jahren wieder Boote zu bauen.

Bugatti «Niniette» 66 Bugatti «Niniette» 66 © Palmer Johnson für Bugatti

3,25 Millionen Euro sollte das Schiffchen kosten, als es eigentlich schon vor zwei Jahren vorgestellt wurde. Damals war Niniette den Plänen zufolge noch sieben Meter kürzer und nur 38 Knoten schnell. Sie wurde auch nicht realisiert. Ob es den potenziellen Kunden nicht luxuriös genug war? Jedenfalls ist die Motoryacht nun deutlich extravaganter gestaltet und sicher auch teurer. Über den genauen Preis schweigt sich Bugatti noch aus, aber er dürfte deutlich höher liegen als 2015.

Diesmal scheint es die französische Fahrzeugmanufaktur mit dem klingenden Marken-Namen offenbar auch ernst zu meinen mit der Realisierung. Im Elsass werden Bestellungen werden schon angenommen. Es scheint Eile geboten, denn die blaue Luxusyacht soll nur in limitierter Auflage zu erwerben sein. Ab 2018 dürfen 66 Kunden damit posen.

Besonders gut soll das mit der eingebauten Champagner-Bar und dem Whirlpool achtern hinter den Ledersesseln funktionieren. Damit es beim romantischen Abend am Ankerplatz nicht zu kühl wird, ist sogar für eine Feuerstelle gesorgt.

Feuerstelle und Whirlpool Feuerstelle und Whirlpool © Palmer Johnson für Bugatti

Die Kombination Bugatti und Boote ist nicht aus der Luft gegriffen. Sie hat mehr Tradition, als man denken mag. In den 30er-Jahren realisierte die Auto-Style-Marke bereits ein Rennboot. Es gilt als Wurzel der aktuellen Ideen. Der Name war ebenfalls «Niniette».

Aber auch 2011 gab es schon einmal Aufsehen erregende Ambitionen, den Bugatti wieder aufs Wasser zu bringen. Der Designer Ben Walsh präsentierte das Bugatti Veyron Sang Bleu Concept Speedboat. Das Prinzip war das Gleiche: Die passende Yacht zum Auto.

Das Bugatti Veyron Sang Bleu Concept Speedboat von 2011 Das Bugatti Veyron Sang Bleu Concept Speedboat von 2011 © Ben Walsh für Bugatti

Anlass war 2009 das 100-jährige Bestehen von Bugatti als zahlreiche Sondermodelle erschienen, darunter der «Sang Bleu» als Kohlefaser-Aluminium-Version des Bugatti Veyron Sportwagens. Form und Farbe sorgten bei Walsh offenbar für die Yacht-Inspiration, und zwei Jahre später entstand die Design-Studie. Es war aber offenbar zu früh für eine solche Kombination.

Nun ist mit der Luxusyacht-Werft Palmer Johnson aus Monaco (siehe: Goldener Donnervogel) der richtige Partner gefunden, der ordentlich aufs Gas drückt. Die 207 Jahre alte Werft machte sich zuletzt mit der Supersport-Serie einen Namen für exklusive Hochleistungs-Rümpfe aus Karbon zwischen 36 und 72 Metern Länge.

Autor

Michael Kunst

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Michael miku Kunst (60) ist seit mehr als 35 Jahren als Sportreporter unterwegs. Waren es in jungen und knackigen Jahren eher Ausdauersportarten, die ihn in die hintersten Ecken unseres Planeten lockten, sind es heute mehr oder weniger verrückte Segelboote auf den Ozeanen und Binnenmeeren, die ihn faszinieren.
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