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Sunbeam 44 – Dieses Segelboot wurde gestohlen!
Die irre Geschichte einer Sunbeam auf Abwegen

Eigentlich sollte es ein einfacher Bootsverkauf werden – doch eine Sunbeam 44 wurde zur Bühne eines jahrelangen Betrugsdramas. Geld nie geflossen, ein dreister „Neueigner“, der auf dem Boot den Larry spielte – und acht Jahre voller Bürokratie und Gerichtsstreit. Die BootsProfis begutachteten die Yacht und staunten: Trotz allem präsentierte sich das Schiff in Top-Zustand.
veröffentlicht am 12.09.2025
Das erwartet Sie in diesem Artikel
- Ein dreister Betrug
- Die siebte Sunbeam 44
- Blaue Farbe – schön, aber nicht gerade pflegeleicht
- Beim Preis war noch Spielraum
- Ein Innenraum, der vor sich hinglänzt
- Klasse Segel, die nur selten gesetzt wurden. Und gerade deshalb Macken aufweisen
- Ein Dieselfilter, der es „in sich hat“.
- Der falsche Propeller am richtigen Motor
- Unterm Strich: gute Noten für ein Boot mit Räuberpistolen-Historie
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Dass alle Boote, und im Besonderen solche mit Windantrieb, ihre ganz eigene Geschichte haben, ahnt zumindest jeder, der mal irgendwas mit Wasserfahrzeugen zu tun hatte oder gar eines sein Eigen nennt. Somit dürfte es wenig überraschen, wenn es unter all den schönen Geschichten, netten Anekdoten und mitunter faszinierenden Abenteuern, die auf Booten erlebt werden, auch die eine oder andere weniger lustige lauert. Wie bei dieser hübschen Sunbeam, die von den BootsProfis in Iziola begutachtet wurde. Und deren Historie eher an eine „Räuberpistole“ erinnert, letztlich jedoch nichts anderes als dreister Betrug ist.
Oder wie würden Sie es bezeichnen, wenn sie eigentlich Ihr Boot verkaufen wollen, die Papiere unvorsichtigerweise bereits übergeben wurden, aber kein Geld fliesst? Und der neue „Eigner“ auf „seinem“ nicht bezahlten Boot grosskotzig „den Larry spielt“. Und sich das ganze Szenario vor den Augen den Betrogenen abspielt. Damit nicht genug: Enormer Bürokratieaufwand und eine nur schleppend agierende Justiz lassen den folgenden Rechtsstreit lange, lange Zeit dauern – acht Jahre, um genau zu sein.
Paradox: Die Betrüger haben das Boot gut „in Schuss“ gehalten. So gut, dass die BootsProfis bei ihrer siebten Besichtigung einer Sunbeam 44 im Auftrag ihres Kunden Bernd positiv überrascht sind.
Eine BootsProfi-Folge, bei der es einiges zu wundern und reichlich zu lernen gibt. Und eine Folge die mal wieder beweist, dass Center-Cockpit-Yachten von Sunbeam meistens eine richtig gute Figur machen – egal, in welchem Milieu sie unterwegs waren und von wem sie gesteuert wurden.
