Segelkutter sind seetüchtige, traditionell gebaute Segelschiffe oder -boote mit Kuttertakelung: ein Großsegel und zwei oder mehr Vorsegel an hintereinander angeschlagenen Vorstagen.
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Segelkutter wurden ursprünglich als Arbeits- oder Fischereifahrzeug eingesetzt und waren aufgrund ihrer Robustheit, Vielseitigkeit und ihrer guten Segelleistung geschätzt. Heute sind (meist liebevoll restaurierte) Segelkutter häufig bei Vintage- und Klassiker-Regatten anzutreffen.
Zuständig fürs Grobe
Segelkutter waren seit Beginn des 18. Jahrhunderts besonders in Frankreich und Grossbritannien beliebt. Sie dienten als wendige Küsten- und Zolldienste-Schiffe. Im 19. Jahrhundert entdeckten die Fischer die Vorzüge des Segelkutters und setzten ihn häufig in Nord- und Ostsee ein (Fischkutter).
Segelkutter besitzen typische Merkmale, die sich im Laufe der letzten drei Jahrhunderte nur wenig verändert haben. Die Rumpfform des Segelkutters ist relativ breit und robust gehalten, auch um mehr Ladung bei rauer See aufnehmen zu können. Der Kiel ist eher tiefgehend angelegt (Langkiel), was ein ruhiges Segelverhalten bei schwierigen meteorologischen Bedingungen nach sich zieht.
Historisch sind Segelkutter etwa 10 bis 30 m lang, modernere Kutter-Bauten können auch (knapp) unter 10 m lang sein.
Markant im Segelplan
Die wichtigsten und optisch markantesten Merkmale des Segelkutters sind Rigg und Segelplan. Die Kuttertakelung besteht aus einem Slup-ähnlichen Rigg, bei dem der Vorstag relativ weit nach achtern gesetzt ist (Binnenstag), um Raum für ein bis zwei weitere Vorstage bugwärts zu schaffen. Am Binnenstag werden kleinere Segel für stärkeren Wind gesetzt (Stagsegel), bei leichtem Wind am vorderen Vorstag die grosse Fock oder ein Klüversegel. So müssen Segel nicht gewechselt werden, sondern werden am gleichen Vorstag geborgen oder gesetzt. Aufgrund dieser einfachen Art des Segelhandlings sind Kuttertakelungen heute selbst bei grossen Hochseeyachten der neuesten Generation gängig.
