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Hallberg Rassy 53 – ein Traumboot

Oder doch nur teuer?

Hallberg Rassy 53 – ein Traumboot
Ein echtes Langfahrtboot – sogar mit Kap Hoorn-Erfahrung!

350.000 Euro sind im Gebrauchtboot-Segment kein Pappenstiel, sondern echtes Potenzial für ein seetüchtiges Zuhause auf dem Wasser. Hendrik und Dominik machen sich mit Unterstützung von Boat24.com auf die Suche und zeigen, wie man mit klarem Blick und Fachwissen gute von problematischen Angeboten unterscheidet.

Von Michael Kunst, veröffentlicht am 04.06.2025

Das erwartet Sie in diesem Artikel
  • Die Auswahlliste
  • Kurzer Exkurs über elektrische Anlagen an Bord – gut oder nur was für Faule?
  • Ein Ruder, das etwas Kosmetik benötigt.
  • Die Sache mit den Seeventilen
  • Die Vorsegel lassen zu wünschen übrig
  • Warum Gebrauchtboote besser sind als neue.

Segelträume aus Schweden: Hallberg-Rassy auf Boot24

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350.000 Euro will dieser BootsProfi-Kunde einsetzen. Und wer sich auf dem Gebrauchtbootmarkt auskennt weiss, dass man für diese Summe „richtig viel Boot“ bekommen kann. Also stellen Hendrik und Dominik mithilfe von Boat24.com eine kleine, aber spannende Liste gebrauchter Yachten zusammen, die den Anforderungen an Grösse, Komfort und Segeleigenschaften entsprechen. Mit dabei sind eine Amel Super Maramu, eine Standfast 50, Hallberg Rassy 43, eine Contest 48 CS und – diesmal im Gutachten – eine Hallberg Rassy 53 für 340.000 Euro.
Nun muss dazu erwähnt werden, dass Hallberg Rassy-Yachten grundsätzlich den Ruf haben, allerhöchste Qualität zu liefern, dabei jedoch nicht gerade preiswert sind. Gehen wir nur von der Grösse des Bootes aus und vergleichen eine neue Hallberg Rassy 50 mit der erwähnten gebrauchten HR 53, stehen ca. 1,6 Millionen Euro gegen die erwähnten 340.000 Euro. Somit: 1:0 für das Gebrauchtboot. Wenn auch dasselbe schon einige Jahre und Seemeilen auf der Logge hat.

Auf und Ab

Zunächst schien dieses Rechenexempel nicht aufzugehen. Auf den ersten Blick war bei der HR 53, die an Land aufgebockt war, ein Ruderschaden auszumachen – Grundberührung? Ein suboptimaler Beginn für ein BootsProfi-Gutachten. Doch schon als Hendrik mit seinem Feuchtigkeitsmessgerät den Bootsrumpf hinter der Antifoulingschicht unter die Lupe nimmt und keinerlei „Nass“ gemessen wird, erhellen sich die Gemüter wieder. Dieses „Auf und Ab“ geht weiter: Zunächst machen Deck, Innenraum und Aufbauten einen klasse Eindruck. Doch dann gab es Probleme mit der Elektrowinch am Mast, waren die Bodenbretter (zunächst) so verkeilt, dass man nicht an alle der 17 (!) Seeventile herankommen konnte. Und schliesslich raucht sogar der Motor weiss aus dem Auspuff.
Doch all’ diese „Macken“ stellen sich als eher kleine Schäden oder Unbequemlichkeiten heraus. Und das Boot – immerhin schon ein Mal mit einem französischen Vorbesitzer bis ans Kap Hoorn gesegelt – erhält unterm Strich gute Noten von den BootsProfis.

Ein sehr sehenswertes Video, auch für potenzielle Gebrauchtbootkäufer mit etwas schmalerem Geldbeutel.

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