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Wauquiez 40 DS – selten, sehr begehrt und noch top in Schuss

Wenn nur diese eine Sache nicht wäre

Wauquiez 40 DS – selten, sehr begehrt und noch top in Schuss

Ein fast makellos gepflegtes Boot, ein ungewöhnlich engagierter Verkäufer und dennoch ein Punkt, der sich nicht endgültig klären lässt: Bei dieser Wauquiez 40 DS entscheidet sich der Kauf nicht an offensichtlichen Mängeln, sondern an der Frage, wie viel Unsicherheit die Käufer akzeptieren wollen.

veröffentlicht am 12.06.2026

Wann sind Kaufentscheidungen besonders schwierig? Wenn alles passt und doch noch das eine, gar nicht mal so kleine Problem auftaucht. Susi und Matthias suchten ihr erstes eigenes Boot, nachdem sie bislang hauptsächlich gechartert hatten. Mehr Zeit auf dem Wasser, ein eigenes Zuhause unter Segeln … das war der Plan. Mit einem Budget von 160.000 Euro zeigt sich eine gebrauchte Wauquiez 40 DS schnell als Favoritin.

Paar plus Hund finden genug Platz

Der 40-Fuss-Decksalon-Cruiser hat fast alles, was das Paar sucht: einen hellen Salon, solide Ausbauqualität, ein Achtercockpit und trotzdem eine ungewöhnlich geräumige Eignerkabine. Dazu ein vergleichsweise flacher Niedergang – mit Hund an Bord kein unwichtiges Detail.

Das Boot kam in Italien auf den Markt. Der bisherige Eigner hatte sein Boot ausgesprochen gut behandelt. Der Rumpf war frisch poliert, das Unterwasserschiff neu aufgebaut, die Bodenbretter wurden vor dem Verkauf neu lackiert. Auch im Inneren wirkt die 21 Jahre alte Yacht erstaunlich frisch. Selbst die grossen Decksalonfenster zeigten kaum UV-Schäden. Das Unterwasserschiff ist weitgehend trocken, lediglich an einer kleinen Stelle finden sich alte Osmoseblasen und erhöhte Feuchtigkeitswerte. Kein Drama, aber ein Punkt, der saniert werden sollte. Das eigentliche Fragezeichen liegt jedoch weiter oben.

Problem liegt im (Balsa)-Kern

Wie bei anderen Wauquiez-Modellen dieser Generation liegt im Sandwichaufbau teilweise Balsa als Kernmaterial. Wird dieser durch eindringendes Wasser dauerhaft nass, kann eine aufwendige Sanierung nötig werden. Rund um den Mastfuss sieht bei diesem Boot alles gut aus. Beim Laufdeck jedoch verhindert die Kombination aus Innenschale und Teakdeck eine zuverlässige zerstörungsfreie Kontrolle. Damit bleibt ein Restrisiko. Und das kann teuer werden. Das Teak selbst hat seine besten Jahre ebenfalls hinter sich. Fugen sind offen, einzelne Stellen beschädigt. Die Empfehlung der BootsProfis fällt entsprechend eindeutig aus: runter damit. Ist der Balsakern darunter trocken, bleibt viel Arbeit. Ist er geschädigt, kann die Rechnung im ungünstigsten Fall deutlich höher ausfallen. Susi und Matthias kennen dieses Risiko. Und sie akzeptieren es. Selbst ein theoretischer Worst Case passt noch in ihr Gesamtbudget.
Am Ende reduziert der Verkäufer den Preis von 140.000 Euro wegen der kleinen Osmosestelle und einiger Details noch einmal um 1.500 Euro.

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