Motorboote vom Typ Gleiter heben sich durch ihre Rumpfkonstruktion und mittels eines starken Antriebes gegen den Wasserwiderstand zu Teilen aus dem Wasser. Im Gleitzustand verringert sich der Wasserwiderstand, der Windwiderstand nimmt jedoch nicht im gleichen Maße zu. Somit sind höhere Geschwindigkeiten möglich als mit einer Verdränger-Rumpfkonstruktion.
WeiterlesenMotorboot Typ Gleiter
Mit einem Motorboot über die Wasser gleiten – für viele das ultimative Wassersport-Erlebnis
Motorboote mit Gleiteigenschaft zu kaufen
Motorboote mit eine Gleitrumpf
Alle 1'500 Angebote anzeigenTyp Gleiter
Theoretisch wäre es möglich, mit Yachten und Schiffen nahezu aller Größenklassen ins Gleiten zu kommen. Praktisch wird dem Gleitzustand (wie oben erwähnt) ein Limit gesetzt
Inhalt
Warum gleitet der Gleiter?
Eigentlich funktionieren alle Gleiter nach dem «Prinzip des schräg gestellten Brettes»: Durch einen verhältnismässig starken Vortrieb (bei Motoryachten logischerweise der Motor) hebt sich der grösste Teil eines eigens fürs Gleiten konstruierten Rumpfes aus dem Wasser und gleitet – mit deutlich reduziertem, hydrodynamischen Widerstand und somit höherem Geschwindigkeitspotential – teils über, teils auf der Wasseroberfläche.
Verdrängen, Angleiten, Gleiten
Der technisch schwierigste Moment ist dabei das Angleiten – wenn der hydrodynamische Widerstand beim «Pflügen durchs Wasser» (Verdrängung) überwunden werden muss. Abhängig von einer mehr oder weniger effizienten Gleitrumpfform, von der Länge, Breite und vom Gewicht des Bootes und der Gewichtsverteilung, der Vortriebstärke (Motor) und von den äusseren Umständen wie Seegang, kommen Boote und Yachten bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten ins Gleiten.
Wann wird der Gleitzustand erreicht?
Entsprechend erreichen etwa kleine Motorgleiter (Rennboote) schon bei eher niedrigen Geschwindigkeiten den Gleitzustand – eine 25 Meter lange, fürs Gleiten konzipierte Motoryacht muss deutlich grössere Widerstände überwinden.
Jedes Boot, das fürs Gleiten konzipiert wurde, bleibt bis zum Gleiten ein Verdränger. Zum Überwinden des Widerstandes im Bugbereich, also dort, wo im Verdränger-Modus noch das Wasser seitlich weggeschoben wird, muss eine entsprechende Vortriebskraft erbracht werden, die möglichst effizient mit der Rumpfform harmonisiert und so das Boot übers Wasser hebt.
Die Tricks der Bootskonstrukteure
Theoretisch wäre es möglich, mit Yachten und Schiffen nahezu aller Grössenklassen ins Gleiten zu kommen. Praktisch wird dem Gleitzustand (wie oben erwähnt) ein Limit gesetzt: durch Gewicht und dem gleichzeitig zu überwindenden hydrodynamischen Widerstand.
An diesem Punkt «tricksen» mittlerweile einige Bootskonstrukteure, indem sie Tragflügel und neuerdings auch Foils bei Motoryachten einsetzen, mit denen sie etwa 2/3 bis 3/4 der Bootslänge aus dem Wasser heben können. Manche Motorboote werden mithilfe von seitlichen Foils und T-Foils im Heckbereich vollständig aus dem Wasser gehoben. So wird ein Überwinden der Wellen einfacher und die Motoryacht kann ruhiger über den Wellen schweben, statt in die Wellen einzutauchen. Mit dem klassischen Gleiteffekt kann Foilen jedoch nicht verglichen werden.
